10 Kowarsch MÄRCHENGESTALT Blog 2015

„10“ Werner Kowarsch ELFENZAUBER

Türchen Nummer 10

WERNER KOWARSCH

Künstler, Stein- und Holzbildhauer aus Lauchheim

Kreative 88´

ELFENZAUBER

10 Kowarsch MÄRCHENGESTALT Blog 2015

Die Tage des Dezembers zählen wegen des Weihnachtsfests und des bevorstehenden Jahreswechsels schon immer zu den „stillen“ Tagen im Jahreskreislauf. Die Menschen besinnen sich, kommen nach der Ernte etwas zur Ruhe, eine geheimnisvolle Mystik macht sich in den oft dunklen, kalten Tagen breit.
Die Elfe im Efeu: Geheimnisvoll umschlingt der Efeu im Wald die Bäume und wächst selbst nach deren Absterben unentwegt weiter. Wo immer Efeu rankt, verbindet er auf kraftvolle Weise Erde und Himmel, dazwischen ist – so geht die Sage – die Elfenkönigin zuhause.
Efeu ist ein Wintergewächs – denn erst wenn die Tage kürzer werden, blüht die Pflanze, die Früchte reifen in der kalten Jahreszeit. Mit seinen immergrünen Blättern ist er ein Symbol der Treue und der Unsterblichkeit. Die Kelten holten sich zur Zeit der Wintersonnwende Efeu, Stechpalme und Mistel ins Haus. Mit ihnen fanden die guten Vegetationsgeister Unterschlupf und Schutz vor Kälte. DerEfeu verbindet dabei die Fruchtbarkeitssymbole Stechpalme und Mistel.
Das Spinnrad: Perchta, eine keltische Göttin der Raunächte steht für die Zwischenräume, für den Übergang vom Alten zum Neuen, für die Zeit zwischen den Jahren. Sie ist auch die Göttin der Spinnerinnen. Deren Spinnrad dreht sich wie das Jahresrad unermüdlich im Kreise, jetzt soll es für einige Tage ruhen,  damit die fleissigen Spinnerinnen  selbst auch zur Ruhe zu kommen können.